Climb the/all Eifeltowers 2021

Samstag: (18.09.2021)

Welch herrliches Wetter gab es gestern und die Eifel zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Dabei kann sie auch eine ganz schön garstige Diva sein und es einem schwer machen sie zu lieben.
Die Bedingungen waren schon mal erste Sahne Fischfilet, um an Climb the/all Eifeltowers teilzunehmen. Bei diesem Alleycat bestand die Möglichkeit sich aus 12 Türmen, welche ich zur Auswahl gestellt hatte, maximal 5 auszusuchen. Diese konnten mit jeder Art von Fahrrad (außer E-Bike), auf einem beliebigen selbst erstellten Track, angefahren werden. Auch die Wahl des Untergrund (Asphalt, Waldweg, Trail, Schotter) war jedem Teilnehmer*innen selbst überlassen. Wobei zu fast allen Türmen keine asphaltierte Straße führt, sodass die Reifenwahl wohlüberlegt sein sollte.

Blick vom Prinzenkopftunnel
Nebel liegt über dem Moseltal

Champion of Climb the Eifeltowers war nicht der Fahrer*innen, welcher als Erster wieder Klotten erreicht, das wäre ja viel zu einfach und langweilig. Sondern derjenige, der die meisten Turmhöhenmeter (Thm) gesammelt hat. Zum Teil habe ich die Höhe der Türme persönlich ausgemessen, weil die Angaben nicht im Internet zu finden waren.
Außerdem konnte man noch Bonushöhenmeter ergattern. Wer den Turm besteigt, bekommt 2 Thm’s extra, nimmt er noch sein Vorderrad mit hinauf, gibt es nochmal 5 Thm’s. Also war es möglich 7 Thm’s pro Turm extra zu bekommen.
Es gab aber auch zwei Türme, welche wegen Einsturzgefahr gesperrt waren, dort konnten keine Zusatzpunkte gesammelt werden.
Um das Ganze kurz und knapp zusammenzufassen, es gab Kombinationsmöglichkeiten ohne Ende und jeder hatte die Qual der Wahl.

Vulkano Infoplattform
Die Löwenburg in Monreal

Leider hielt sich die Teilnahme am ersten Climb the/all Eifeltowers im sehr überschaubaren Rahmen. Neben meiner Person wollten sich nur noch zwei weitere Fahrer der Herausforderung stellen. Dies fand ich ein bisschen schade, aber bei der zweiten Ausgabe, nächstes Jahr im Mai, werden sich bestimmt mehr Starter*innen in Klotten an der Fähre einfinden, wenn sie hier jetzt sehen und lesen, was sie verpasst haben!
Um 9 Uhr ging es los und da wir nur zu dritt waren, beschlossen Thomas, Jürgen und ich zusammenzufahren und uns einen tollen Tag auf dem Fahrrad in der Eifel zu gönnen.
Neben Climb the Eifeltowers, hatte ich auch noch Climb all Eifeltowers im Angebot. Diesen Track, bei dem alle 12 Eifeltürme angefahren werden müssen, hatte ich im letzten Jahr entwickelt. Wegen Corona war es nicht möglich Climb the Eifeltowers durchzuführen und ich hatte mir eine Alternative Veranstaltung überlegt. Bei dieser Challenge sind zwei zweier Teams an den Start gegangen, eines hat den Track im Uhrzeigersinn befahren, das Andere entgegen. Wer wieder als erster in Klotten erreichte, war der Sieger! Es ist noch anzumerken, dass es sich bei dieser Herausforderung fast um einen Ötztaler handelt und ein richtiges Brett darstellt. Wer mehr darüber erfahren möchte, einfach in den Blog vom Eifel Graveller schauen, dort gibt es die ganze Geschichte zum Nachlesen.

Der Landesblick Meerfeld

Aber mal wieder zurück zu unserer Ausfahrt. Thomas war mit voller Bikepackingausrüstung in Klotten erschienen, den sein Plan war, Climb all Eifeltowers zu fahren. Dies in zwei Tagen, und im Bikepackingmodus. Auch eine sehr schöne Idee von ihm, den auch bei diesem Event gilt das Motto des Eifel Gravellers: „Es ist das, was du daraus machst!“
Also begleiteten Jürgen und ich, Thomas auf seiner Fahrt zu allen Eifeltürmen, wobei wir an passender Stelle aussteigen wollten, um wieder nach Hause zu fahren. Jürgen war schon mit dem Fahrrad von Daun gekommen und sein Plan war es, dort am Dronketurm auszusteigen. Ich wollte mal schauen, wie weit wir kommen und mein Zeitlimit stellte das Tageslicht dar, da ich keine Fahrradlampe mitgenommen hatte.
Der erste Turm auf unserer Liste, stellte der Prinzenkopfturm dar, welcher sich in der Nähe von Bullay befindet. Dieser steht oberhalb der Marienburg und bietet einen fantastischen Blick auf die Zeller Moselschleife. Es sein noch angemerkt, dass es sich bei dem Prinzenkopfturm, um den dritten Turm handelt, welcher an dieser Stelle steht. Die ersten beiden waren aus Holz und der Neue ist aus verzinktem Stahl und wird wohl Jahrzehnte überdauern.

Nach der Abfahrt vom Prinzenkopfturm, ging es Richtung Bad Bertrich, um den nächsten Turm anzusteuern. Dabei muss ich zugeben, es handelt sich nicht um einen richtigen Turm, sondern um den Achterhöhe Skywalk. Dieser liegt in der Nähe von Lutzerath und bietet einen fantastischen Blick ins Üßbachtal, wenn man sich auf die Plattform begibt und über dem Tal steht. Auch meine beiden Mitstreiter waren von diesem Eifelhighlight restlos begeistert.
Danach ging es weiter Richtung Landesblick Meerfeld, dieser Turm ist auch Bestandteil des Tracks des Eifel Gravellers. Er liegt oberhalb vom Meerfelder Maar und bietet einen tollen Blick über die Eifel. Der Weg dorthin ist allerdings an einige Höhenmeter geknüpft, von denen es reichlich zu bewältigen gilt bei Climb all Eifeltowers.
Auf dem Weg zum nächsten Turm gab es einen kleinen Komoot Fehler und wir mussten unsere Fahrräder durch Brennnesseln und Dornen schieben. Meine Beine sahen anschließend aus, wie nach einem Dominabesuch aber die Durchblutung war kräftig angekurbelt.

Das Gemündener Maar
Blick vom Dronketurm

Nachdem wir das Tal der Dornen hinter uns gelassen hatten, kam auch schon der Aarley Aussichtsturm in Sichtweite. Dieser wird zurzeit leider abgerissen, da er baufällig ist und nicht mehr zu retten war. Allerdings hielt sich gerade, als wir dort eintrafen, der Bürgermeister der Gemeinde dort auf, zu dem der Turm gehört. Dieser versicherte uns, der Turm würde wieder aufgebaut und dieses Mal in einer Stahlvariante. Der alte Aarleyturm hätte leider nur 11 Jahre gehalten und wäre dann von einem Parasiten befallen und zerfressen worden.
Nach dem Aarley Aussichtsturm ging es auch schon Richtung Dronketurm. Dieser liegt auf einem Berg in der Nähe von Daun und bietet einen tollen Blick auf das Gemündener Maar. Auch das Weinfelder und Schalkenmehrener Maar sind nur einen Steinwurf weit entfernt. Erst am vergangenen Samstag war ich im Rahmen meiner Teilnahme am Vulkan Ultramarathon dort vorbeigefahren. Außerdem sind die ganzen aufgezählten Sehenswürdigkeiten teil des Tracks vom Eifel Graveller.

Am Dronketurm mussten wir uns dann leider von Jürgen verabschieden, er war schon früh am Morgen in Daun gestartet und nun war es an der Zeit wieder nach Hause zufahren.
Der Plan von Thomas und mir bestand darin, weiter nach Ulmen zu fahren, um dort einzukaufen und uns mal wieder zu stärken. Auf dem Weg nach Ulmen lag noch die Vulkano Infoplattform. Dieser Turm ist leider schon seit zwei Jahren wegen Unfallgefahr gesperrt, weil einer der drei Pfeiler große Spuren von Verrottung zeigt und deshalb nicht mehr bestiegen werden darf. Warum er nicht repariert oder erneuert wird, dass kann ich leider nicht sagen. Wahrscheinlich ist für sowas kein Geld übrig, das es lieber für viel schwachsinnigeren Kram ausgeben wird. Die Vulkano Infoplattform ist darüber hinaus baugleich mit dem Turm am Booser Doppelmaar, um hier noch etwas nerdiges Wissen an den Mann/Frau zu bringen.
In Ulmen gab es mal eine kräftige Stärkung und auch ich musste mich dort von Thomas verabschieden, wollte ich noch im Hellen in Klotten ankommen. Dabei war heute wieder einer dieser Tage, an ich immer weiter hätte fahren können.
Um kurz vor 20 Uhr erreichte ich dann wieder Klotten und mein Garmin zeigte 150 km und 2650 hm an. Aber viel wichtiger, ich hatte 110,5 Turmhöhenmeter gesammelt, womit ich es allerdings nur auf den 4. Platz in der Climb the Eifeltowers Bestenliste geschafft habe.
Aber egal, es war ein wundervoller Tag in der Eifel, wo ich das Vergnügen hatte, zwei weitere fahrradverrückte Menschen kennenzulernen.
Deshalb vielen Dank an Thomas und Jürgen, dass ihr an meiner verrückten Idee teilgenommen habt und mir einen so schönen Tag bereitet habt!

„Es ist das, was du daraus machst“

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