Der EG20 (Teil 1)

Freitag: 23.07.2020:

Mit Sven Ghyselinck hat sich bereits am Freitag, der letzten Woche, der erste Starter des Eifel Gravellers 2020 auf den Weg gemacht. Gestartet ist er in Monschau und ist dem Track des EG20 bis Cochem gefolgt. Dort musste er, wegen einem Krankheitsfall in der Familie, seine Fahrt durch die Eifel leider abbrechen. Er will aber wiederkommen und den Rest zu Ende zu fahren.

MIt Andrew Grau habe ich gestern einen weiteren Teilnehmer in Empfang genommen, b.z.w. bin ihm entgegen gefahren und habe ihn nach Klotten begleitet. Andrew war am Morgen in Karlsruhe gestartet und seine Beine waren schon wieder richtig gut, hatten wir doch erst am vergangenen Samstag, das 300 Kilometer lange Frankfurter Greffelründsche in Angriff genommen.
Heute habe ich ihn mit an den Rursee genommen, wo er Morgen von Nideggen, in den Track des Eifel Gravellers einsteigen wird. Mit den Ardennen hat er sich eine richtig schöne Strecke nach Klotten zusammen gestellt.

Mit Nils Möller und Frank Marshal haben sich heute zwei weitere Starter auf den Track des Eifel Gravellers begeben. Gestartet sind die beiden in Nideggen, sind über Schmidt zum Rursee runter und dann weiter die Urft hinauf. Über die Victor Neels Brücke ging es dann hinauf zur Ordensburg Vogelsang und dem Truppenübungsplatz Wollseifen.
Kurz vor Monschau im Rurtal wollte ich die beiden abgefangen und ein Stück begleiteten. Leider bin ich zu spät in Klotten gestartet, so daß mein Plan nicht aufging. Getroffenen habe ich die beiden dann in Kaltenherberg, wo sich der Eifeldom befindet. Dort gab es dann Kuchen, wir quatschen ein bisschen, bevor sich die beiden durch das Perlbachtal, Richtung Oleftalsperre auf den Weg machten.

Samstag: 25.07.2020:

Heute haben sich weitere vier Fahrer auf den Track des Eifel Gravellers begeben und ihr Abenteuer gestartet.
Andrew Grau und ich hatten die Nacht in einer Hütte in der Nähe von Nideggen verbracht. Das heißt Andrew in seiner Hängematte und ich in meinen Auto, hoffe das zählt auch als Overnighter. Niels und Frank schliefen im Preßbachtal, in der Benni Schotter Hütte. Dies ist aber eine andere Geschichte.
Das Wetter sah heute Morgen gut aus in Nideggen, vor allem nicht zu heiß, ideal zum Fahrrad fahren.
Nach dem Frühstück ging es runter nach Brück, wo wir mit Henning Wulff verabredet waren und gemeinsam in den Track gestartet sind.
Hinter Ruhrberg verabschiedeten wir uns von Andrew, der sich einen Track über die Drei-Talsperren-Erweiterung und dann durch die Ardennen zusammengestellt hat. Am Montag werde ich ihn hoffentlich in Klotten wiedersehen.
Henning und ich fuhren weiter die Urft hinauf, zum Fackelläufer Denkmal und dann zum Truppenübungsplatz Wollseifen.
Dort trafen wir Tim Volkmann, der sich uns anschloss und weiter bis Einfuhr begleitete. Dort legten wir eine kleine Mittagspause ein, bevor es weiter die Ruhr hinauf ging.
In Hammer verabschiedete ich mich von den beiden und bin nun auf dem Rückweg nach Nideggen.

Auch wenn ich schon unzählige Male am Rursee war, es ist immer wieder toll dort zu sein. Heute war es umso schöner, weil ich ein paar Fahrer des EG20 begleitet habe und ihnen die vielen Highlights, die wundervolle Natur und Landschaft persönlich zeigen konnte. Sowieso verbinde ich viele Erinnerungen mit dieser Gegend, da ich dort schon seit meiner Jugend hin fahre, um Urlaub zu machen.
Die anderen Fahrer kommen alle gut voran:
Andrew befindet sich schon in Malmedy und genießt dort belgische Pommes.
Thomas, Frank und Niels haben schon den Nürburgring passiert und erklimmen gerade die Hohe Acht, den höchsten Berg in der Eifel. Hoffe sie haben auf meinem Rat gehört und alles an Getränken und Lebensmittel an ihr Fahrrad gepackt, was geht. Kommt doch hinter Adenau eine sehr langes Stück, wo es keine Einkauf- oder Einkehrmöglichkeiten gibt.
Tim und Henning haben Hellenthal an der Oleftalsperre erreicht und sind ebenfalls zum Abendessen eingekehrt. Bin gespannt, ob Tim es heute Abend noch bis zum Weißen Stein schafft, um dort zu übernachten.
Ich werde mich Richtung Mayen begeben, um Morgenfrüh mit Thomas die Laacher See Runde zu fahren, damit wir uns auch mal kennen lernen.
Morgen kann es durchaus schon möglich sein, dass die ersten Fahrer Klotten erreichen, da will ich natürlich wieder zuhause, geht es doch dann wieder in die Pizzeria Giovanni.
Wünsche euch noch einen schönen Abend und ein erholsames Wochenende!

Sonntag: 26.07.2020:

Lange bevor es gestern Abend dunkel wurde, hatten alle Teilnehmer des EG20 ihre Hütten bezogen.
Dies ist auch ein Unterschied zum letzten Jahr, da wurde viel länger und auch durch die Nacht gefahren. Gerade nachts macht man Strecke und Plätze gut. Der Trick bei solchen Bikepackingevents ist es, länger zu fahren und früher aufzustehen wie die anderen Teilnehmer. Zumindest theoretisch, praktisch ist das eine harte Nummer.
In der Nacht gab es Regen und die Wege sind heute etwas matschig. Doch der heute Sonntag soll insgesamt recht trocken werden.
Ich werde heute zwei Teilnehmer um den Laacher See begleiten und ihnen die Schönheit der Eifel zeigen.

Mit Frank und Niels haben die ersten Teilnehmer den Weg nach Klotten gefunden. Die beiden hatte ich heute auf der Runde um den Laacher See begleitet und sie dann mit nach Klotten genommen, von wo sie Morgen wieder in die Eifel starten wollen.
Dreimal dürft ihr raten, wo es heute Abend noch hingeht? In die Pizzeria Gionvanni, wie es schon Tradition beim Eifel Graveller ist.
Mit Bernd Drechsel, David Kraft, Michiel Feldmann, Kris de Man, Patrick Otto und Tim Camps haben sich heute Fahrer auf den Track des Eifel Gravellers begeben. Damit fahren doch etliche Dots in der Eifel rum. Hoffe in den nächsten Tagen jeden von ihnen zu treffen und ein bisschen zusammen mit ihnen durch die Eifel zu fahren.
Auch Tom Sap, der im letzten Jahr den Eifel Graveller mit einem Singlespeed (1 Gang), als 5. gefinished hat, befindet sich irgendwo in der Eifel. Da er weder Smartphone noch Tracker bei sich hat, kann ich leider keine weiteren Angaben über seinen Verbleib machen. Aber er will sich melden, wenn er nach Klotten kommt.
Weitere Fotos der anderen Teilnehmer vom heutigen Tage folgen noch!
Wünsche euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche.

Montag: 27.07.2020:

Ich hoffe alle Teilnehmer des EG20 sind gut in die neue Woche gestartet. An den Schlafplätzen hat es auf jeden Fall nicht gelegen, wurden doch wieder einige der zahlreichen Hütten in der Eifel in Beschlag genommen. Tim Volkmann verbrachte die Nacht in der Hütte “Traumblick Sulzbach”, Henning Wulff in der Hütte am Erlenbrunnen. Beide sind an Traumpfaden gelegen, welche in großer Zahl in der Eifel existieren.
Bernd Drechsel übernachtet am Maarkreuz mit einem fantastischen Blick über das Schalkenmehrener Maar. Patrick Otto verbrachte die Nacht ganz in der Nähe von Klotten, auf dem Valwiger Berg, in der Schutzhütte “Am Schafstall”, welche noch in meiner Karte fehlt. Michiel Feldmann schlief in einer Hütte mit einem atemberaubenden Blick über Virneburg.
Da kann man schon ein bisschen neidisch werden auf solch tolle Schlafplätze werden, lag ich doch wieder in meinem Bett in dieser Nacht.
Auch einfach mit der Hängematte, zwischen zwei Bäumen im Wald schlafen, ist ein tolles Erlebnis und wurde von Andrew Grau genossen.
Es gab auch Starter, welche die Annehmlichkeiten eines Hotels genossen und dort genächtigt haben.
Zwei Bikepacker sind bei mir untergekommen und damit ist die Bikepackingherberge “Zum Eifel Graveller”, für dieses Jahr auch wieder eröffnet. Zum Frühstück gesellte sich noch ein weiter Fahrer zu uns, auf das mein Haus wieder voll werde.
David Kraft hat noch mitten in der Nacht, den langen und steilen Anstieg von Adenau, hoch zur Hohen Acht (747 Meter) in Angriff genommen. Vielleicht war sein Plan auf dem Kaiser-Wilhelm-Turm zu schlafen, damit hätte er im höchsten Bett in der Eifel geschlafen!
Ansonsten sieht es nach traumhaften Sommerwetter in der Eifel aus, kein Regen und Temperaturen bis 27 Grad und das Wetter soll im Laufe der Woche immer besser werden. Optimale Bedingungen, fürs Fahrradfahren und grandiose Abenteuer in der Eifel!

Hier noch ein paar der versprochenen Fotos der Teilnehmer vom gestrigen Tag.
Unter anderem ist der Erlenbrunnen zu sehen und der dahinter liegende Holzsteg.
Auf einem anderen Foto sind die Ablauftürme der Wesertalsperre zu sehen. Diese gehört zu unzähligen Stauseen, welche in der Eifel vorhanden sind und zahlreich in die verschieden Tracks von mir eingebaut wurden.
Der Turm, vor welchem Andrew Grau sitzt, ist der Landesblick Meerfeld und bietet einen tollen Blick über das Meerfelder Maar. Außerdem gehört er zu der “Climb all/the Eifeltowers” Challenge, welche wegen Corona zur Zeit nur als ITT Challenge gefahren werden kann.
Auf den anderen Fotos ist abwechslungsreiche Natur und verschiedenen Untergründe des Eifel Gravellers zu sehen, auf welchen sich fortbewegt werden kann

„Es ist das, was du daraus machst“

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